Diese Woche eingepackt

Obst: gelbe Pfirsiche - Canari-Melone - Apfel Glockenapfel - Apfel Gloster - Bananen - Zitrone - Kiwi

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Diese Woche eingepackt
Matthias berichtet 26/2017

Solida­rische Apfelernte

Wir bitten um Verständnis für den Abo-​Apfel, der nun in der Biokiste liegt. Es ist die Sorte Glockenapfel vom Bioland-​Obsthof Münch…

Der Glockenapfel ist eine alte Sorte, die kaum noch angebaut wird. Er wird vermutlich in keinem Supermarkt, auch in keinem Bio– Supermarkt zu finden sein, so besonders ist sein Anbau. Er bildet nicht die für uns typische Apfelfarbe aus, wobei gesagt werden muss, das die für uns typisch geltende Farbe bei alten Sorten selten vorhanden ist. Auch seine Glockenform zeichnet diese Sorte aus.

Er hat gute Lager­ei­gen­schaften, daher können wir nun Ende Juni noch diesen regionalen Apfel in die Kiste legen! Er ist ein wenig getrocknet, das liegt an der Lagerdauer. Seine inneren Kräfte sind ihm aber erhalten.

Die Obstbauern freuen sich darüber, dass wir diese alten Sorten an unsere Kunden liefern. Die Sorten sind robust und fallen Krank­heiten und Frost nicht so schnell zum Opfer.

Frische Äpfel sind ja bei uns erst wieder in ein paar Wochen zu erhalten, mit den ersten Klaräpfel. Die Haupt­ap­felernte ist ja in unseren Breiten bekanntlich im Herbst. Es gibt frühe und späte Sorten. Die frühen werden zuerst geerntet und in den Verkauf gebracht. Die späten Sorten sind meist auch bessere Lager­sorten. Diese Äpfel werden in Kühlräume einge­lagert, ein Teil, der länger bewahrt werden soll, kommt in sogenannte CA Lager. Das sind große Kühlräume, die mit dem gleichen Gas gefüllt werden, dass die Äpfel ihrerseits ausströmen. Das verringert ihre Alterung. Würde das nicht geschehen, könnten wir bei uns nur regionale Äpfel bis Weihnachten erhalten. Durch die geschickte Lagerung ist es uns möglich bis Ende Juni, Mitte Juli regionale Äpfel zu vermarkten. Das ist hervor­ragend für den regionalen Obstbauern, denn so ist er in der Lage, seine Erzeugung entsprechend zu gestalten.

Im Supermarkt liegt kaum regionale Ware

Eben im Gespräch hier im Betrieb stellte sich heraus, dass es nicht immer bekannt ist, warum im Supermarkt vornehmlich Äpfel von der südlichen Erdkugel liegen. Es werden immer knackige Äpfel erwartet, die schön rot gefärbt sind. Birnen dürfen nicht zu gelb und schon gar nicht mehlig wirken.

Auf der südlichen Erdkugel ist nun die gegen­läufige Jahreszeit, also Herbst und bald Winter. Dorther kommen sehr viele Äpfel die der herkömmliche Kunde kauft. Das weiß er vielleicht gar nicht.

In unserer Biokiste liegt, solang es gibt, regionale Ware. Der Großhandel fordert aber das Jahr hindurch knackige Äpfel. Das kann der hiesige Erzeuger nicht durch­gängig leisten und schon gar nicht zu dem gefor­derten Preis. Das führte dazu, dass viel Obst aus Übersee angekarrt wird. In Neuseeland, in Australien, in Südafrika, In Südamerika, vornehmlich Chile, (Patagonien) Peru, Argen­tinien, werden viele Äpfel angebaut.

Auch mit der Biokiste sind knackige Äpfel aus Übersee bald zu bekommen.

Es gibt dort glück­li­cherweise auch Bio-​Plantagen. Wir können über Biotropic​.com auch Äpfel und Birnen von dort bekommen. Sie kommen wie die Bananen, Mangos und Ananas mit dem Schiff per Container.

Vermutlich werden wir in 23 Wochen für diejenigen, die solche Äpfel lieber haben möchten, ins Programm nehmen. Zum Beispiel Braeburn aus Neuseeland oder Royal Gala aus Argentinien.

In unserem Online Shop sind sie zu finden. Oder schreibt uns ne Mail.

Biokon­trolle

Alle biologisch erzeu­genden und verar­bei­tenden Betriebe werden regelmäßig geprüft und überwacht…

Auch unsere Betriebe werden regelmäßig durch Bio– Kontroll­verbände geprüft. Bei uns auf dem Schnie­dershof kommt der landwirt­schaftliche Kontroll­verein jährlich prüfen. Den Biokis­ten­betrieb prüft ein anderer Verband, das ist der Prüfverein. Daher drucke ich immer wieder unsere Zerti­fikate. Die Prüfungen müssen von den Biobe­trieben selber gezahlt werden, der Staat beteiligt sich nicht daran. (Konven­tionell arbeitende landwirt­schaftliche Betriebe werden nicht in dem Sinne geprüft, sie müssen die Kontrollen nicht bezahlen).

Je Discounter desto billiger

Discounter und andere Lebens­mit­tel­ketten werden in den Zentralen geprüft, die einzelnen Supermarkt– Läden werden nicht extra geprüft. Viel weniger Kosten fallen für die Großbe­triebe an. Das empfinde ich als unrecht.

Lebens­mit­tel­ver­ar­beiter

Betriebe die Bio– Lebens­mittel verar­beiten, zB. Marmelade oder Aufstriche herstellen, oder Molkereien, Bäcker, Getränke, Mühlen, Metzger, Tofu und Sojaver­ar­beiter, alle werden von einer Zerti­fi­zie­rungs­stelle geprüft. Für kleine Verar­beiter, z.B.. unseren wunderbaren einmaligen Rote Bete Ketchup sind das echte Kosten und Aufwendungen.

Zerti­fi­zie­rungs­stel­len­wachstum

Es gibt sehr viele Prüfverbände. Hier eine Inter­netseite, die sich bemüht, es übersichtlich darzu­stellen, dort können auch Rückver­fol­gungen getan werden. Stets sind Prüfstellen in den letzten Jahren dazu gekommen. Das kommt schon daher, dass in jedem Staat eigene Kontroll­verbände für Biobe­triebe entstehen. Diese prüfen dann nach den jeweiligen gesetz­lichen Bio– Bestim­mungen. Wobei die europäische Biover­ordnung meist die gesetz­lichen Grundlagen regelt.

Die Prüfer der Zerti­fi­zie­rungs­stellen sind meist gut ausge­bildete Personen. Manche haben oder hatten selber eine Landwirt­schaft oder kommen daher. Das ist häufig hilfreich für die Bauern und Gärtner, denn dann kann Fachwissen geteilt werden.

Politik regelt gut oder schlecht

Das ist auch der Grund, warum in Brüssel für uns Biobe­triebe gestritten werden muss, denn es ist Gutes dort angelegt, aber auch sehr viel Dummes. Seit geraumer Zeit sollte ja eine neue EU– Biover­ordnung beschlossen werden. Nicht auf betreiben der Bio– Verbände, diese wollten eher eine Reform, eine die Fortschritte bringt. Es entstand in Brüssel aber ein Entwurf der aus aus indus­triellen Instanzen gespeist wurde. Er würde den Bioanbau verwässern.

Wogegen alle Bioverbände starken Einspruch einlegten. Hier ein Beispiel aus Bioland .de und aus Demeter, hier in Sachen Imkerei.

Ist das nicht inter­essant, dass man ständig für das Gute eintreten muss?

Die entspre­chenden Links bitte auf schnie​dershof​.de anklicken.

Ich wünsche euch allen viel Segenskraft, um sich für das Gute einzusetzen.

Euer Matthias Merholz

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