Den Herbst genießen...

Den goldenen Herbst erlebt man wohl am intensivsten während langer Spaziergänge durch die wunderbare Farbenpracht der Wälder

... und natürlich mit Federweißer und Zwiebelkuchen


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Diese Woche eingepackt

Obst: Datteln - weiße Trauben - Birne Hardy - Bananen - Apfel Elstar

Gemüse: Butternuss-Kürbis - Spinat - Kohlrabi - rote Cherry-Tomaten - Möhren - Bundzwiebeln


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Den Herbst genießen... Diese Woche eingepackt
Matthias berichtet KW 33/2014

Die Kartof­felernte ist beinah gelaufen

Wir haben nicht so viele Demeter-​Toffeln ernten können wie gewünscht. …

Vorab dies zur Kennt­nisnahme:& akuell

Pesti­zid­umsatz steigend

Bereits im dritten Jahr in Folge stieg der Umsatz an Pestiziden auf dem deutschen Markt, 2012 von 1,4 Milliarden auf 1,5 Milliarden Euro. Wie das Pestizid Aktions-​Netzwerk (PAN) mitteilte, landen mehr Pestizide auf dem Acker als in den Vorjahren: Von 2002 bis 2012 stieg der Inlands­umsatz an Pesti­zid­wirk­stoffen von 34.678 auf 45.527 Tonnen an. Offenbar sind alle aktuellen Politik­maß­nahmen wie Nachhal­tig­keits­stra­tegien oder der bestehende Nationale Aktionsplan zur Pesti­zid­re­duktion nicht wirksam. Ackerböden z. B. sind mittlerweile an Wildsamen extrem verarmt. Der pflanzliche Samen­vorrat der Ackerböden in Deutschland ist bis in die neunziger Jahre auf 1.000 bis 2.500/qm zurück­ge­gangen, während er in den fünfziger Jahren zum Teil noch bei 30.000 bis 300.000 Samen je qm im Ackerboden lag. PAN wirft der Regierung falsche Prioritäten vor und schlägt vor, sich an der überar­beiteten Pesti­zid­steuer Dänemarks zu orientieren.

Kartoffelgeschichte

Warum war die Ernte hier nicht so gut?

Demeterbauer Ludger Schreiber sieht den Grund in den widrigen Wetter­ver­hält­nissen. Erst nicht kalt, dann zu trocken und dann zu nass, dann zu kalte Nächte und warme Tage. Und er sieht den Grund auch in dem hohen Schadensdruck durch den konven­tio­nellen Anbau.

Rund um unsere Demeter-​Kartoffeläcker werden herkömmliche Kartoffeln angebaut. Daraus entsteht ein enormer Schadendruck durch pilzliche Erreger und tierische Schädlinge.
Der Niederrhein ist ein sehr großes und intensives Kartof­fel­an­bau­gebiet. Ich mag nicht sagen, ob es noch weitere solche Gebiete gibt wo so konzen­triert diese Acker­frucht angebaut wird, vielleicht in Belgien und den Niederlande, aber es ist wirklich so, dass die herkömmliche Kartof­fel­an­bau­fläche hier extrem groß ist. Geht, oder fährt man durch unsere nieder­rhei­nische Landschaft, sieht man überall, wirklich überall, Kartof­fel­an­bau­flächen. Ich frage mich dabei, wer die Knollen alle essen soll? Diese herkömm­lichen Kartof­fel­flächen leiden ALLE unter Krank­heiten. Diese entstehen durch übermäßige Ernährung mit Kunst­dünger, die schlechten Boden­ver­hältnisse, Verdichtung und Verarmung, die empfind­lichen Sorten, die Anbau­fehler und durch den Massenanbau.
Die Pflanzen sehen zwar äusserlich ok aus, aber innerlich sind sie schwach und anfällig, bei ersten widrigen Wetter­ka­priolen werden sie krank und benötigen die Spritze vom Arzt, der hier der Kartof­felbauer ist und seine Feldspritze füllt mit den vielen Spritz­mitteln, die regelmäßig ausge­bracht werden.
Sehr viel Ernte geht in die indus­trielle Verar­beitung, Pommes Fritz, Chips und weitere Indus­trie­produkte sowie für Kartof­fel­stärke, nur wenig geht in den Frisch­verzehr.
In unserer Nachbar­schaft ist eine große Kartof­fel­zentrale. Dort werden in diesen Wochen unglaubliche Mengen Knollen von riesigen Treckern mit zwei riesigen Anhängern im Schlepp angeliefert werden. Die konven­tionelle Ware ist so viel vorhanden, das zZt. ein Überangebot herrscht und die Landwirte den extrem niedrigen Preis durch gewaltige Mengen­an­lie­fe­rungen ausgleichen. Man kann sich das vielleicht erst richtig vorstellen, wenn man sich das im Original vor Augen führt, was das bedeutet. Der Landwirt produziert gewaltige Mengen auf Riesen-​Flächen mit gewaltigem Energie- und Pesti­zid­einsatz um damit dann seinen Verdienst zu erlangen. Es gibt inzwischen nicht mehr den kleinen Kartof­felbauer, der mit Familie und Verwandt­schaft die Ernte zusammen bringt. Den gibt es nicht mehr, alles ist indus­triell organisiert, niemand arbeitet oder erntet an der Ware noch mit Hand und Herz, das ist vorbei. Der Massen­preisdruck der Billig­käufer und Discounter hat das bravourös geschafft!

Ich vergleiche dann immer, wenn ich diese Riesen-​Gespanne sehe, die Mengen, die wir dagegen in Demeter­qualität vermarkten! Was dort nur EIN Bauer mit EINER Lieferung anliefert, ist mehr als unsere Jahresmenge! Das macht mir immer wieder deutlich, wie klein, aber wie wichtig unsere Demeter-​Vermarktungstätigkeit ist!

Der in kurzen Inter­vallen wieder­kehrende Regen ist schon heftig.

Auf den Wiesen hinter unserem Schnie­dershof, die direkt an den kleinen Fluß Niers angrenzen, steht den ganzen Sommer lang das Wasser, das, ist es mal gerade etwas abgelaufen, durch neue Regen­schauer wieder kräftig gefüllt wird. Das haben wir hier, und auch unsere Nachbarn, noch nicht erlebt. …

Dazu kommt noch, dass die Landwirt­schaft ja leider keine biolo­gische Landwirt­schaft ist, bis auf den geringen Anteil unserer eigenen Flächen. Es ist eben leider so, dass 99% der landwirt­schaft­lichen Flächen, also Wiesen und Weiden, Ackerbau, Gemüsebau, Kartoffeln und andere Feldfrüchte wie Rüben und Möhren, alle diese Flächen werden mit Kunst­dünger bestreut, der aus indus­trieller Produktion stammt und nach meiner Ansicht auf und in dem Boden gar nichts zu suchen hätte. Das Grund­wasser belastet er ebenso stark, auch das Oberflä­chen­wasser, was nun bei diesen Regen­schauern ständig mit dem ausge­wa­schenen Nitrat belastet wird und in die Gräben und Bächen läuft.

So bewirkt nun dieser Kunst­dünger auch ein enormes Wachstum der Pflanzen, welches aber nicht gesund ist. Die Pflanze hat zwar viel Masse, aber keine Stand­fes­tigkeit, man kann auch sagen, sie hat keinen Charakter. Sie ist dick und fett, aber nicht standfest. Kommen Unbilden vom Wetter, ist sie nicht standhaft und kann mit den Schwie­rig­keiten nicht umgehen. Nein, diese Pflanzen können das nicht, ihnen geht es wie dem charak­terlosen Menschen, er knickt ein und vermodert im Sumpf. Der Wind schmeißt die Pflanze, das Getreide, den Weizen und Roggen, die Gräser und Kräuter (sofern im konven­tio­nellen Landbau vorhanden) um, sie haben keine eigene Kraft um sich mehr aufzu­richten, sie liegen am Boden und rotten dahin. Das stinkt dann irgendwann zum Himmel. Wirklich, es stinkt, denn es ist ein fauliger Prozess. Die Tiere und Menschen bekommen das zur Nahrung. Die Tiere können sich nicht erwehren, der Mensch könnte es.

Glück­li­cherweise konnten schon viele Bauern den größten Teil der Ernte mit den modernen Mähdre­schern ernten. Was wäre wenn nicht, frag ich mich?

Den Bioland und Demeter­bauern ist es meines Wissens größtenteils gelungen eine gute und gesunde Getrei­deernte einzu­fahren. So auch Klaus Bird vom Biolandhof Frohenbruch, der viel Weizen für unser Brot ernten konnte. Diesen Weizen lagert er nun ein und wird nach Bedarf an die Biobä­ckerei Schomaker geliefert und dort werden dann unsere beliebten Backwaren daraus herge­stellt. Das finde ich erfolg­reiches Handeln, regional und fair.

GLS-​Bank wird 40-​Jahre

Samstag 10:00 Uhr vorbei, Kaffee beinah auf, Zimtschnecke dazu, lecker gefrüh­stückt und höre dabei Norbert Lammert auf der GLS 40 Jahr Feier. Gestern Georg Schramm gehört, sollten wir von der GLS-​Bankseite verlinken, denke ich.

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