Kuchen im September


Quark-Mohn Birnenkuchen

Apfel Krokantkuchen

Pflaumenkuchen

Kirsch-Marzipantasche (Bild)


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Diese Woche eingepackt

Obst: Mango - Apfel Santana - Bananen - BIrne Conference - Zitrone - weiße Trauben

Gemüse: Pakchoy - Aubergine - Champignons - rote Zwiebeln - Spinat - orange Chilis - Butternuß-Kürbis - Radieschen im Bund


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Kuchen im September Diese Woche eingepackt
Matthias berichtet KW 26/2013

Wer kennt Gewächs­häuser, auch Treib- oder Anzucht­häuser genannt, Folien­häuser, oder in kleiner Bauart, Folientunnel?

Wer sie kennt und wer sogar schon darin gearbeitet hat, der weiß, wovon ich berichte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass viele diese kennen? – Hier in der Gegend um Straelen gibt es sehr viele davon. Straelen und Venlo sind große Garten­bau­re­gionen. Die Blumen-​und Gemüse­ver­stei­gerung, „Veiling“ sind hier. Gäbe es hier diese vielen Gewächs­häuser nicht, gäbe es auch nur geringere Produk­tionen. Geschützter Anbau wird das auch genannt. Das ist heute aus einer Gärtnerei nicht mehr wegzu­denken. Ohne diesem „geschützten Anbau“ hätten wir erheblich weniger regionale Erzeugnisse, wesentlich weniger Vielfalt und Ausge­wo­genheit in unserer Ernährung. Wir müssten viel mehr Kohl, Rüben und Wurzeln verzehren, die lange Lagerbar sind und die ersten Erzeugnisse im neuen Jahr kämen nicht vor Juni/​Juli auf den Markt. Winter­harter Feldsalat und Kräuter die kann man auch im Winter ernten, aber nicht, wenn Schnee und Frost das unmöglich machen. Sie sind zwar aus dem Freiland herzhafter aber auch vom Boden dreckiger und viel kleiner. Das finden die Menschen heute nicht mehr gut, das haben wir selbst erfahren, als wir solche Waren auf den Märkten anboten. Der Verkauf war gegenüber der Gewächs­hausware absolut gering.

Freilandanbau

Tomaten, Gurken und Paprika sind in unseren Breiten ohne Gewächs­häuser überhaupt nicht wirtschaftlich zu produ­zieren. Im Freiland würden, bei gutem Wetter, ab Juli bis September ihre Ernten möglich. Bei schlechter Witterung gäbe es ohne Gewächs­häuser kaum eine Ernte. Die Schlan­gen­gurken gäbe es gar nicht, eventuell nur die kleinen Landgurken, Tomaten nur mit vielen Flecken, Paprika kann ich mir im Freiland gar nicht vorstellen.

Gewächs­häuser mit Glasscheiben, aus Holz– Beton– später Eisensprossen Frübeetkasten

Solcherlei Gebäude baute sich der Gärtner, bzw. er lässt sie sich heute bauen, denn das sind heute schon sehr komplexe Bauwerke. Als Kind kenne ich noch diese in der elter­lichen Gärtnerei, die mein Opa schon baute und darin Blumen und Gemüse früh und spät heranzog. Wir hatten sogar noch „Erdhäuser“. Da gab es einen in die Erde gegrabenen Weg und links und rechts das Erdbeet, das Glasdach war kurz darüber. Die „großen“ Häuser hatten schon Seiten­mauern. Diese, nach heutigen Gesichts­punkten absolut kleinen, beinahe niedlichen Gewächs­häuser, diese baut heute niemand mehr. Sie waren mit Holzsprossen und einfach Glas, kleine Scheiben, niedrig, meine Eltern mussten sich immer bücken oder den Kopf schief halten um hindurch­zugehen. Sie wurden geheizt mit dicken heißen Eisen­rohren, woran ich als Kind meine echte Freude hatte. Wir hatten auch ein Haus, wo vorne so ein schwarzer großer Heizkessel stand der wohl mit Kohle befeuert wurde. Der sah so unheimlich aus. Dennoch war es für uns vielen Kinder sehr angenehm in diesen Treib­häusern, wie meine Eltern sie immer nannten. Es war spannend dort zu spielen und die Pflanzen und der Boden roch immer so gut. Sobald die Sonne kam wurde es warm und im Winter waren ja manche Häuser geheizt. Meine Eltern hatten aber dazumal viele Mitar­beiter, mein Opa noch viel mehr, die die Arbeit verrichteten. Es war extrem viel Hand- und Tragarbeit. Sogar die Schubkarre passte nicht in diese Treib­häuser, sodass alles hinein,- und hinaus getragen werden musste. Dazu gab es die Frühbeet­kästen. Die waren noch Arbeitsintensiver.

alte GartnereiDann kamen die ersten großen Glashäuser,

Stahlschon mit verzinkten Stahl­s­prossen! Mein Vater war sehr stolz darauf. Mit moderner Lüftung und Bewäs­serung! (Alles noch handbe­trieben) Davon wurden im Laufe meiner Jugend viele gebaut. Heute sind diese nicht mehr wirtschaftlich und so wurden sie alle irgendwann abgerissen. Gemüse bauten meine Eltern auch nicht mehr an. Daran kann man nix mehr verdienen sagte mein Vater immer. Und is noch mehr Arbeit. Und Blumen riechen so gut, sagte ich dann. Es wurde auch sehr viel und sehr giftige Chemie eingesetzt. Es gab immer so gelbe und rote Brühen die gespritzt wurden und so viele blaue und weiße Körner auf der Erde. Wir durften dann einen Tag nicht in die Treib­häuser und am nächsten arbeiteten wieder alle darin. Ich glaube, es waren viele Mitar­beiter krank, zumindest husteten die immer so. Mein Vater war eigentlich auch immer krank und er starb mit 67 Jahren. Vielleicht hat er mir dadurch unbewußt deutlich gemacht, dass ich den Bioanbau einführen würde. Er hat ihn absolut abgelehnt! Meine Mutter fand Bioanbau auch Blödsinn. Sie hat dann aber Ihren Sohn und Schwie­ger­tochter Gabi darin gelassen, wenn gleich nicht mit Anerkennung. Heute hilft sie mit Ihren 84 Jahren immer wieder im Biobetrieb mit.

So, und heute?

Wir bauen modern, wir bauen Folien­häuser! Die letzten Wochen sind voll damit, ein gebrauchtes Folienhaus mit 2.000m² in Eigen­arbeit abzubauen. Später soll es dann in der Demeter­gärtnerei von Stefan und Alexandra Hecker in Wankum verbessert aufgebaut werden.

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